Informationen für Kommunen

RADar! für Kommunen

Mit RADar! steht erstmals allen Kommunen eine einheitliche und kostengünstige Meldeplattform zur Verfügung – und das seit 2017 weltweit! Beteiligen sich Kommunen an der Klima-Bündnis-Kampagne STADTRADELN, ist die Nutzung während des lokalen Aktionszeitraums sogar kostenfrei!

Bürgerbeteiligung dank RADar!

Kommunen können ihre Bevölkerung einladen, infrastrukturelle Verbesserungsmaßnahmen aktiv vorzuschlagen. Zudem können sie (mindestens) ergänzend zur eigenen Straßenüberprüfung RADar! zur verbesserten Schwerpunktsetzung als Straßenbaulastträger einsetzen. Die Kontrolle der Radinfrastruktur wird somit (in Teilen) in die Hände der RadlerInnen gelegt, die tagtäglich die Infrastruktur nutzen, sich daher bestens mit der Materie auskennen und genau wissen, wo der „Schuh drückt“.

Nutzen Sie als Kommune die „Schwarmintelligenz“ Ihrer radelnden Bevölkerung zum Vorteil aller!

Kommunikation leichtgemacht!

Kommunen können alle Meldungen einsehen, bearbeiten und ggf. mit BürgerInnen in Kontakt treten, die eine Meldung getätigt haben. Die lokale Koordination kann bei Bedarf zu einer Meldung nachfragen oder der meldenden Person ein einfaches Dankeschön übermitteln. Da Meldungen ausschließlich registrierte NutzerInnen abgeben können, sind diese nicht anonym. „Scherz-Meldungen“ sollten daher nahezu ausgeschlossen sein.

Wird eine Meldung abgegeben, erhält die zuständige Kommune automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung, der/die MelderIn eine Bestätigung darüber. Die meldende Person wird stets auf dem Laufenden gehalten, was mit der abgegebenen Meldung passiert: Wann immer der Bearbeitungsstatus geändert wird (z. B. auf „in Bearbeitung“ gesetzt), sendet RADar! automatisch einen entsprechenden Hinweis an den/die MelderIn.

Überdies können Kommunen selbst Meldungen anlegen, um RADar! als Informationsportal für (geplante) Maßnahmen im Radverkehr auszuschöpfen und ihrer Bevölkerung mitzuteilen, was in Sachen nachhaltiger Mobilität geschieht.

Ist gewünscht, dass über einen bestimmten Meldungsgrund automatisch die dafür zuständige Stelle Ihrer Kommune informiert wird?
Mit RADar! ist das kein Problem! Eine Übersicht der wichtigsten Funktionen finden Sie weiter unten.

Freie Auswahl für Kommunen!
Kommunen können selbst entscheiden, wie lange der Meldezeitraum, in dem Meldungen von RadlerInnen abgegeben werden können, sein soll.

Ob in den Sommermonaten oder ganzjährig, je nach Kapazität ist der Meldezeitraum anpassbar. Im ersten RADar!-Jahr kann z. B. über einen kürzeren Zeitraum „angetestet“ werden, wie RADar! von den RadlerInnen angenommen wird und wie die Meldungsverwaltung etc. funktioniert. Im Jahr darauf kann es dann in die Vollen gehen und die Meldeplattform ggf. über das ganze Jahr den BürgerInnen angeboten werden.

Ob bzw. welche Meldungen mit welchem Bearbeitungsstatus auf der öffentlich einsehbaren Straßenkarte sichtbar sind, lässt sich ebenfalls frei entscheiden.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick

Sichtbarkeit der Meldungen: frei wählbar, welche Meldungen/Pins anhand ihrer Bearbeitungsstatus (siehe Pins rechts) öffentlich einsehbar sind

Priorisierung von Meldungen durch Zähler für Dringlichkeit (nur möglich, wenn Meldungen öffentlich einsehbar sind): RadlerInnen können bereits abgegebene Meldungen bestätigen, wenn auch sie auf dasselbe Problem hinweisen möchten

„positive“ Meldungen möglich – der Like-Button beim RADar! – um Kommune und anderen anzuzeigen, dass man sich als RadlerIn hier gut aufgehoben fühlt und mehr davon sehen möchte: ein Lob für die Kommune kann ausgesprochen werden und auch andere Kommunen können für die eigene Planung schauen, was wo und wie gut von den RadlerInnen aufgenommen wird

neutrale Meldungen:
all jene Meldungen, die de facto nicht umzusetzen sind, können mit einem neutralen weißen Pin markiert werden

Kommentierung von Meldungen: für jede Meldung kann vonseiten der Kommune ein öffentlich einsehbarer Kommentar verfasst werden (nur sichtbar, wenn auch Meldungen als solche öffentlich einsehbar sind), z. B. mit einer Begründung, warum diese Meldung nicht angegangen werden kann

Zusammenlegung mehrerer Meldungen, die für ein und dasselbe Problem am selben Standort abgegeben wurden

Zuordnung von Zuständigkeiten: Meldungen können direkt an die letztlich auszuführende Stelle weitergeleitet oder vorab Zuständigkeiten zugeteilt werden, sodass die in der Kommune verantwortlichen Personen eine E-Mail-Benachrichtigung erhalten, sobald eine Meldung für den Zuständigkeitsbereich abgegeben wurde

unterschiedliche Benutzerprofile: KoordinatorInnen der Kommunen können selbständig neue NutzerInnen mit verschiedenen Zugriffs- bzw. Bearbeitungsrechten anlegen

Meldungsmanagement: übere eine „Historie“ bzw. den Bearbeitungsverlauf einer Meldung ist nachvollziehbar, was mit der Meldung wann geschehen ist: Wann wurde wer informiert, wann der Status auf „in Bearbeitung“ gesetzt etc.

Zeitliche Kategorisierung von Meldungen in kurz-, mittel- und langfristig, denn die Meldung von Scherben auf dem Radweg lässt sich schneller beheben als einen Gefahrenschwerpunkt einer Hauptkreuzung zu entschärfen

Automatische E-Mail(-Vorlagen), die vom System an die RadlerInnen verschickt werden, wenn Meldung abgegeben oder deren Bearbeitungsstatus geändert wird, sind textlich anpassbar und können mit eigener Signatur ergänzt werden

Exportfunktion der Meldungen in Excel-Format

BITTE BEACHTEN:
Wenn sich Ihre Kommune entschieden hat RADar! anzubieten, so sollten Sie die Meldungen Ihrer RadlerInnen ernst nehmen und möglichst zeitnah darauf reagieren bzw. die Meldungen abarbeiten. Planen Sie demnach entsprechende Ressourcen ein! Ansonsten laufen Sie Gefahr genau das Gegenteil vom eigentlichen Sinn und Zweck der Meldeplattform zu erreichen: Die RadlerInnen fühlen sich nicht gehört und es kommt Frustration auf, wenn der Eindruck entsteht, dass nichts mit den Meldungen geschieht und die Bemühungen der RadlerInnen vermeintlich vergebens waren.

RADar! für Landkreise/Regionen

Möchte ein Landkreis/Region RADar! nutzen, so kann entschieden werden, ob Meldungen entweder für den gesamten Landkreis/Region oder für einzelne (bis alle) dem Landkreis/Region zugehörigen Städte/Gemeinden möglich sein sollen. RadlerInnen können dementsprechend entweder Meldungen innerhalb des kompletten Landkreises/Region oder ausschließlich für ihre Stadt/Gemeinde abgeben.

Entscheidet sich ein Landkreis/Region RADar! für zugehörige Städte/Gemeinden einzeln freizuschalten, so gibt es ab 10 Städten/Gemeinden einen Rabatt von 10 %.

RADar! kostenfrei nutzen

Für alle Kommunen, die an der Radverkehrskampagne STADTRADELN teilnehmen, ist die Nutzung von RADar! für drei Wochen kostenfrei. Während des zwischen 1. Mai und 30. September frei wählbaren 21-tägigen STADTRADELN-Aktionszeitraums können BürgerInnen Meldungen über RADar! abgeben. Der Zugang und die Bearbeitung der Meldung ist für die lokalen RADar!-KoordinatorInnen ein Jahr ab dem ersten STADTRADELN-Tag in der Kommune möglich.